Weichenheizungen

Weichenheizung sind eine tolle Erfindung. Damit wird Schnee und Eis im Bereich der beweglichen Teile geschmolzen und so bleiben die Weichen funktionstauglich. Hat man sowas nicht darf man Schnee schaufeln, mit dem Besen auskehren usw. Aus diesem Grund sind bei uns alle wichtige Weichen mit so einer Heizung ausgestattet.

Nur beim großen Bruder ist alles anders. Großer Bahnhof, fernbediente Weichen, ein Fahrdienstleiter und keine Heizungen. Bei starken Schneefall bedeutet das Verspätung. Denn bevor die Weiche gedreht werden kann, muss der Fahrdienstleiter raus hirschen und sie freifegen.Und das kostet Zeit. Viel Zeit.

Streß und verkühlt

Stark verkühlt, viel Arbeit und einige Veranstaltungen. Da kommt einiges zusammen und man hat nicht viel Zeit etwas zu schreiben.

Nett war aber die Gruppe Volksschüler denen ich eine günstige Fahrtmöglichkeit verschafft hatte. Beim Aussteigen verabschiedeten sie sich mit einem lauten „Danke schön“. Da freut man sich. 🙂

Und in ein paar Jahren diskutiert man mit ihnen übers Schwarzfahren. 😦

I have a Dream!

Es kommen immer wieder Leute zu uns, die Ideen haben. Alles mögliche ist dabei und meist sind es gute Ideen über die man reden kann.

Und dann gibts da diese Spezialisten, Träumer einfach. So einer ist mir nun vor kurzem untergekommen. Es fing harmlos an, mit der Anfrage ob man gemeinsam ein Event mit tlw. Bahnbezug organisieren konnte. Bei den Telefonaten war alles sehr etwas  wirr, aber es wurde ein gemeinsamer Ortstermin vereinbart.

Zuerst wurden ein Kollege und ich gute 20 Minuten von diesem Herren zugetextet. Über alle Ideen die er in seinem Leben hatte, aber nichts von seinem Projekt. Er kam dann im Zuge einer Ortsbegehung darauf zu sprechen. Was uns überraschte: Er hatte nichts vorbereitet, kein Konzept, keine Informationen über technischen / behördlichen Vorgaben, nichts. Rechtliche Bedenke wurden von mir sofort vom Tisch gewischt. „Wo ein Wille, da ist auch ein Weg.“ Tja, die Behörde sieht das leider nicht so.

Irgendwann kristallisierte sich heraus wie sich das alles abspielen sollte. Er macht die Promotion, wir sollten gratis Grund, Fahrzeuge, Strom, Personal,… zur Verfügung stellen.

Wir haben höflich abgesagt.

Gib die Füsse runter!

Seit kurzem gibt es bei uns massive Beschwerden, das vor allem Schüler dauernd die Füsse am Sitz oben haben. Deswegen wird jetzt scharf geschossen, ich selbst habe 2 Schüler schon gemeldet.

Nach der zweiten Meldung werden den Verursacher Reinigungskosten vorgeschrieben, das sind rund 70 Euro. Natürlich gibt das sofort Diskussionen, da mir die Leute nicht die Daten geben  wollen. Eine Drohung mit der Polizei wirkt da aber meist Wunder.

Was mich nur wundert, das es vielen anscheinend nichts ausmacht auf dreckigen Sitzen zu sitzen.

Dienstgrade (1)

Ja, bei der Bahn gibt es noch Dienstgrade. Im Gegensatz zum Militär beschreiben sie aber nicht einen Rang, sondern eine Funktion. Da es hier immer wieder Verwirrung gibt, hier mal eine kurze (vereinfachte) Auflistung:

  • Betriebsleiter: Eine der wichtigsten Funktion. Ist für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes zuständig und weisungsfrei. Er kann jedoch jedem Betriebsbediensteten Anweisungen erteilen.
  • Zugführer: Er übernimmt die betrieblichen Agenden auf der Strecke seines Zuges. Er führt den Zug betrieblich, jedoch nicht das Triebfahrzeug.
  • Triebfahrzeugführer: Er führt das Triebfahrzeug, jedoch nicht den Zug betrieblich.
  • Damit es nicht so einfach ist, gibt es auch noch den Triebfahrzeugführer mit Zugführeragenden: Einfach ein Triebfahrzeugführer der den Zug auch betrieblich führt.
  • Schaffner: Rein kommerzielle Aufgaben, kann aber auch betriebliche Aufgaben übernehmen.
  • Fahrdienstleiter: Regelt die Zugfolge in seinem Bereich. Das kann ein Bahnhof oder eine ganze Strecke sein.

Das sind natürlich nicht alle. So gibt es Geschäftsführer, Verschieber, Verschubleiter, Stellwerkswärter usw. Auf diese werde ich später einmal eingehen.

Richtige Reaktion?

Gestern mit einem Kollegen in einem Zug des großen Bruders gesessen. Zuerst war eine Famillie im Wagen gewesen, von der schätzungsweise 6 jährige Sohn auf den Kopfstützen(!) der Sitze herumkletterte, was der Mutter komplett egal war („Wenn du runterfällst dann ist das eh dein Problem.“)
Etwas später stieg eine Gruppe Schüler ein die Dinge aus den Fenstern warf. Unter anderem Klopferflaschen und einen Schirm.

Jetzt stellt sich die Frage wie man da reagieren soll darauf. Wir sagten in beiden Fällen nichts, da wir in ÖBB Zügen ja kein Durchgriffsrecht haben. Wäre das in unseren Zügen passiert, hätten wir eingegriffen. War es falsch nichts zu machen? War es richtig? Keine Ahnung.

Deutsche Wagen

Vor kurzem bin ich in einem EC gesessen der aus Wagen der DB gebildet war. Ich saß in einem Großraumwagen (Type habe ich mir nicht gemerkt. Aber eines muss ich sagen: Die österreichischen Wagen sind wesentlich bequemer und überlegter als die deutschen.