Fahrplanwechsel oder: Wie entsteht ein Fahrplan?

Am Wochenende ist wieder einmal Fahrplanwechsel. Und wie jedes Jahr werden tausende Menschen überrascht sein, dass auf einmal Züge, Busse usw. anders verkehren.

Wie entsteht aber so ein Fahrplan?

Die ersten Planungen beginnen mehrere Jahre vor der geplanten Umsetzung. Aufgrund der vorhanden Infrastruktur werden Fahrplanmodelle entwickelt. Danach wird ein (besseres) Fahrplanmodell definiert und daraus abgeleitet was an der Infrastruktur zu machen ist, um es umzusetzen. Dies wird dann mit Ländern und/oder dem Bund abgestimmt. Wenn es angenommen wird, setzen Bautätigkeiten ein.

Etwa ein Jahr vor der Umsetzung werden die Fahrpläne noch mal mit den Bestellern (meist den Ländern) verhandelt. So bald hier ein Grobentwurf fertig ist, wird mit Hilfe dieses Enwurfs die Anschlusskoordination mit anderen Bahnen und Bus durchgeführt. Danach wird wieder verhandelt, nachgebessert und wieder neu koordiniert.

Das Spiel geht bis etwa Ende September, hier wird begonnen die Daten an die Fahrplanauskünfte (Kursbuch usw.) zu übermitteln. Natürlich werden kontinurlich Nachbesserungen durchgeführt. In dieser Zeit werden auch die neuen Dienstpläne verahndelt und erstellt.

Spätestens Anfang November wird begonnen die Aushänge und dienstlichen Unterlagen zu erstellen. Etwa 1-2 Wochen vor Fahrplanwechsel werden diese Dinge an die Dienststellen übermittelt und ausgegeben.

So einfach ist also ein Fahrplanwechsel. Im Prinzip kann man sagen, dass gut 1-2 Monate nach Wechsel schon wieder die Vorbereitung des nächsten beginnt. Deswegen ist es wichtig, wenn man Wünsche hat diese rechtzeitig einzubringen. Und zwar nicht im Oktober, sondern schon im Februar oder März. Denn später ist der Zug meist schon abgefahren.

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