Hordorf

Ziemlich scheiße was da passiert ist. Wie es zu dem Unglück gekommen ist, weiß ich nicht. Das werden die Experten des EBA (Eisenbahn Bundesamt) feststellen, bis dahin ist vieles Spekulation.

Nur eines wundert mich: Das behauptet wird, der Lokführer des Güterzuges war auf der hinteren Lok. Das klingt für mich sehr unrealistisch.

  1. Ein Umsteigen während der Fahrt zwischen den Loks ist nur sehr schwer möglich. Da muss um ein Geländer herumgestiegen werden und dann ein Abstand von 1-1,5 Meter überwunden werden. Und dann wieder ein Geländer. Und das bei 80km/h? Glaub ich nicht. Außerdem hätte ihn dann wohl sofort die Sifa (oder Totmannschaltung) den Zug eingebremst, weil er sie ja nicht betätigen konnte.
  2. Vorweg: ich habe keine Typenkenntnis auf G1700. Soweit ich weiß, sind diese Maschinen mit der Möglichkeit der Vielfachsteuerung ausgerüstet. Das heißt die vorder Maschine (Master) steuert die Hintere (Slave). Solange die Steuerung aktiviert ist, akzeptiert der Slave Befehle nur vom Master und nicht aus dem Führerstand. Was wollte der Lokführer dann hinten? Er konnte dort nichts machen, außer die Notbremse ziehen. Aber dafür muss er nicht nach hinten.
  3. Es gibt auch die Theorie, er wäre schon länger auf der hinteren Lok und hätten den Zug von hinten geführt. Nur wozu? Es gibt keinen Grund dafür, so etwas zu machen. Hätten es ein techn. Gebrechen an einer Lok gegeben, wären sie getauscht worden. Niemand kommt auf die Idee eine Zug so zu führen.

Deswegen denke ich ist das Blödsinn. Was auch immer der Grund ist, ich glaube nicht das der Lokführer auf der hintern Lok war.

    Darf ich mal fahren?

    Viele Kinder träumen davon, Lokführer zu werden. Die wenigsten werden es, aber es bleibt ein Wunschtraum einmal selbst zu fahren. Deswegen werden Lokführer immer wieder gefragt, ob sie einen nicht mal fahren lassen würden, sozusagen „schwarzfahren“. Ein paar lassen das zu, setzen sich aber einen Risiko aus. Denn wenn es zu einer Kontrolle kommt, kann das Disziplinarstrafen nach sich ziehen. Deswegen sollte man einen Lokführer damit nicht belästigen.

    Aber es gibt auch legale Möglichkeiten. Wenn man die staatliche Tfzf-Prüfung abgelegt hat, kann man bei den EVU anfragen, ob man eine Schulfahrt machen kann. Dort kann man dann unter Aufsicht eines Lehrlokführers selbst Hand anlegen.

    Hat man keine Lokführerprüfung, besteht die Möglichkeit bei einigen EVU und Museumsbahnen einen Hobbylokführerkurs abzulegen. Mit speziell hergerichteten Fahrzeugen ist es dann möglich selbst auf einer bestimmten Strecke zu fahren. Nur einen ICE darf man sich da nicht erwarten.

    Führerstand

    Wie sieht so ein Führerstand eigentlich aus? Hier mal ein Beispiel einer modernen Lok:

    Das ist der Arbeitsplatz des Lokführers. Leider ist mir das Foto etwas dunkel geraten, aber das wichtigste ist zu erkennen. Links in der Wand (über dem roten Notaustaster) ist Funkgerät sowie das Multifunktionsdisplay verbaut. Beide sind dunkel, weil das „Pult“ deaktiviert ist. In der Mitte links die Zugkraftanzeige, daneben der Tachometer, darunter die Leuchtmelder. Rechts die Wand ist noch frei.

    Links der erste Hebel ist für die Auswahl der Geschwindigkeit bei AFB-Betrieb zuständig. Mit den Tastern darüber wählt man die Fahrtrichtung. Der nächste Hebel dient zum Auswählen der Zugkraft bzw. zum Auswählen der Bremskraft der elektrischen Bremse. Der Schlüssel dient zum Aktiveren des Pults. Über den Unterlagen sind noch Knöpfe wie Motor starten, Zugheizung ein/aus,…. Der 1. Hebel rechts ist die indirekte Bremse (Wagenzug), der Hebel rechts außen die direkte Bremse (Lok). Darunter sieht man noch den Fernlichtschalter, Sandertaster sowie die Tasten für das Signalhorn.

    Natürlich ist das bei weitem nicht alles. Nicht zu sehen sind die Pedale, Verschubpulte, Zugsicherung und die Bedienelemente im Maschinenraum. Schaut alles kompliziert aus, ist es aber bei weitem nicht.

    Ö3ver

    Wer ist eigentlich bei Ö3 auf die glorreiche Idee gekommen, beim Verkehrsfunk Leute direkt durchzustellen. Das der Hansi Peter grad voll einen Unfall gesehen hat und deswegen urarg was passiert ist auf der Autobahn interessiert mich nicht. Ich will wissen wo und was passiert ist und nicht die verrauschten Kommentare von Autofahrern.

    Könnte man das wieder ändern?

    800 Tonnen

    Heute ersten Tag Fahrpraxis gehabt. Dabei gleich mal einen Zug mit 800 Tonnen geführt, was zirka dass achtfache von dem Schwersten war ich bis jetzt geführt habe. Alles gut gegangen, nur bei der Einfahrt in den große Verschiebebahnhof etwas verbremst und mit 10 km/h reingekrochen. Ich hoffe ich hab keinen Personenzug ausgebremst.

    Beim Verschub in einem Firmenanschluss hab ich die Lok ausgetestet. Mit 20km/h und ein paar 100 Tonnen in die Steigung, Vollgas und am Ende der Steigung wegen rutschigen Schienen mit 3km/h rausgekommen. Zum Glück nicht hängengeblieben, das kostet nämlich eine Runde Leberkäs.