Hürde für Radfahrer?

Im Onlinestandard habe ich folgendes gefunden:

Doppelter Absperrungs-Slalom

derStandard.at-Redakteur Berthold Eder ärgert sich: „weil ich auf dem Weg in die Arbeit immer mit der stockwahnsinnigen Routenplanung des neuen Radwegs am Gumpendorfer Gürtel konfrontiert bin, wo man für ein 50-Meter-Stück zweimal die Bim-Schienen kreuzen muss – einmal sogar dank eines Absperrgitters mit der Aufforderung zum Absteigen“.

Quelle:

Aber wieso baut man solche Absperrungen? Vielleicht ein Praxisbeispiel:
Bei einer Ortsdurchfahrt an einer unserer Bahnlinien ist ein Bahnübergang für Fußgänger und Radfahrer, für die Radfahrer war eine Stoptafel aufgestellt. Aufgrund der Bebauung war es kaum möglich für den Lokführer, den Weg einzusehen. Viele Radfahrer, vornehmlich Kinder und Jugendliche blieben nicht stehen und schossen knapp vor den Zügen drüber, so dass diese eine Schnellbremsung durchführen mussten und das 2-3 Mal pro Woche mindestens. Auch kam mir der Verdacht, dass es teilweise Mutproben waren.
Nun die Schnellbremsungen waren für die Fahrzeuge, Fahrgäste usw. nicht so toll. Es gab zwei Möglichkeiten: Die Radfahrer strafen oder baulich etwas ändern. Die zweite Möglichkeit war einfacher. Es wurden solche Gitter aufgestellt, die ein „Durchrasen“ verhinderten und durch den „Zickzackweg“ den Blick der Passanten in Richtung der Züge lenkten. Seit den Bauarbeiten gab es keine Schnellbremsungen mehr.

Hürde für Radfahrer? Nein, Schutz für Radfahrer.

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Ein Gedanke zu „Hürde für Radfahrer?

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