WESTbahn gefahren, ein Fazit

Endlich: Ich bin mit der WESTbahn gefahren.

Fazit:

  • Beim Einsteigen war der Zug extrem stickig (augenscheinlich nicht vorgekühlt). Bei der Fahrt lief die Klima dann auf Hochtouren, was zu einem Kühlschrankfeeling führte.
  • Weniger Personal als behauptet, es waren etwa 3 Stewards in Zug.
  • Personal tlw. überfordert. Die Stewardess in unserem Wagen sprach mit einer leisen Stimme und kam erst gute 15 Minuten nach Abfahrt des Zuges. Dabei machte sie generell keine souveränen Eindruck.
  • Auf meine Frage ob man mit der Fachverbandskarte billiger fährt, wurde mir geantwortet: „Wir sind billiger als die ÖBB.“ Ähm ja, aber was hat das mit der FV-Karte zu tun?
  • Die einminütigen Stopps bedeuten für die Fahrgäste extremen Streß. Vorallem wenn der Tfzf. nach 20 Sekunden Halt „WESTbahn fährt ab“ durchsagt.
  • Die Gepäckablagen sind nicht geschickt angelegt. Da einige Leute ihre Koffer dort absperren, dauert es bis sie diese gelöst haben. Dadurch enstehen Staus, bei einem Aufenthalt von einer Minute kann das eng werden.
  • Das mit den Druckschlägen in den Tunnels ist eine Katastrophe. Selbst ich bekam Ohrenweh und einige Leute im Wagen beschwerte sich darüber.
  • 2 PZB-Zwangsbremsungen bei einer Fahrt von Salzburg nach Wien sind dann doch etwas viel. Üben Kollege, üben!
  • Wieso montiert man FIS-Bildschirme, wenn man dann eine beklebte Türe davor setzt? Ich konnte von meinem Platz den Bildschirm nur sehen, wenn die Türe offen war.
  • Das mit der Türe war aber wieder unproblematisch, da sie gerne unmotiviert auf- und zuging.
  • Die manuellen Durchsagen sind zwar nett gemeint, aber wirken auf mich unprofessionell.
  • Wieso gibt es keine Mistkübel am Platz?
  • Wieso war (laut Stewardess) kein Klopapier mehr vorhanden?
  • Man sollte den Stewards erklären, dass wenn man durch einen Zug geht, man nicht Kollegen und Fahrgäste aus dem Weg rempelt.

Endaussage:

Wenn die WESTbahn die Zukunft der Bahn ist, dann fahre ich mit dem Auto.

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3 Gedanken zu „WESTbahn gefahren, ein Fazit

  1. Wegen der Druckschläge hat mir Pressesprecher Mader am 13. Jänner folgendes geschrieben:
    „Bei den Druckschwankungen sind unsere Techniker noch dran dieses Problem zu beheben, es hängt mit der Lüftung zusammen, sollte jedoch in den nächsten Tagen gelöst sein, grundsätzlich sind unsere Züge druckertüchtig“ (Rechtschreibfehler war original drinnen)
    Mittlerweile haben wir Ende Mai. Naja. Ich glaub auch nicht, dass das noch was wird, dafür müsstens sie vermutlich die Türen umbauen. Und die Tunnelstrecken werden nicht weniger…

  2. Pingback: Westbahn: Wehinger geht, eine kurze und unvollständige Bilanz | Alltag bei der Bahn

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