„Ich kann fahren!“

Vor einiger Zeiit wurde ich über Twitter gefragt, warum wir denn unsere historischen Fahrzeuge für Hobbyfahrer einsetzen und ob ihnen das nicht schadet. Ich erwiderte, dass sei kein Problem.

Ich hab mich geirrt.
Ich durfte ein paar Herrschaften eines Vereines mehrer Stunden lang begleiten. Alle haben Fahrpraxis wurde bestätigt, was mir entgegen kam und ich mich auf einen ruhigen Dienst freute. Daneben stehen, die Aussicht und Sonne genießen und mal so in den Gärten schauen wer aller den Pool in Betrieb hat oder einen Grilltag einlegt.
Leider fuhren die Herrschaften ohne Gefühl.
Die Fahrzeughöchstgeschwindigkeit wurde immer wieder überschritten, auch in engsten Bögen.
Haltestellen wurden scharf angebremst und oft auch mittels Rettungsanker angebremst.
In Steigungen wurde mit vollen Karacho eingefahren, Leistung abgeschaltet und dann kurz vorm Stehenbleiben wieder aufgeschaltet.
Es wurde immer in die höchsten Schaltstufe geschalten, auch wenn es nicht notwendig war.
usw. usw.

Im Endeffekt kann ich nur sagen:
Hobbyfahrer und routinierte Triebfahrzeugführer sind nicht das schlimmste für die alten Fahrzeuge. Das schlimmste sind Hobbyfahrer mit „Erfahrung“ und zu viel Selbstvertrauen.

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